Rudolf Presber 1868-1935 Schon einmal - Уже однажд
Из темени времен дремучих
Встает картина предо мной
/вопрос о женщинах нас мучил/,
Докладывал знаток большой:
Он молвил:
"Женщина бесправна.
Как мы - по жизни неплоха.
Всю жизни прислуживает славно,
По дому, скажем так, слуга.
За грех в Раю дано платить ей,
День равноправья не настал,
Но чтобы к урне, вы простите,
Мужик за женщиной шагал?!"
Жена, сидевшая с ним рядом,
Тихонечко произнесла,
Смеясь над ним и смерив взглядом:
"Однажды фальш приобрела"
Докладчик говорил красиво,
Он ясно мысли излагал,
Несогласившихся, строптивых
Людьми без сердца называл:
"Нет места в этом мире грозном
Для женщины-политика,
Воспитывает брак непоздний
В ней качество не нытика!
Мужчина должен жить искусством,
Науки точные грызя,
/Глаза жены глядели грустно:
Фальш выбрала однажды я/
И если сеет добродетель
Средь человечества она,
Во всех деяниях на свете,
Как луч, мужская мысль видна.
Манера - нам противоречить,
Раздор приносит тут и там ,
Протестом я закончу встречу,
И все!уходим по домам!"
Для тех, кто был подобных взглядов,
Он был политик-великан,
Жена вздохнула средь доклада:
"Однажды выбрала обман"
Домой я шел с гостями вместе,
Со стен седых вблизи домов,
Свисал поры чудесной вестник-
Весенний изумруд цветов!
Шли гости, весело болтая,
Дрозд черный песнь свою запел,
Мы шли с ней, группу замыкая;
За ручку взять ее хотел,
Погладить пальцы пожелал я,
Отпрянула, убравши стан,
И тихо-тихо прошептала:
"Однажды выбрала обман".
/перевел с немецкого 13.02.2015/
SCHON EINMAL
Aus Dunst und Nebel ferner Tage
Stieg mir ein liebes Bild empor -
Wir sprachen von der Frauenfrage,
Der Rat trug seine Weisheit vor.
Die Frau, so sprach er, sei entrechtet
Und sei ein Mensch, so gut wie wir;
Ihr ganzes Leben sei geknechtet,
Im Haus sei sie das Arbeitstier.
Man muesse alte Schuld bezahlen,
Der Tag des Rechtes braeche an,
Wenn zu der Urne bei den Wahlen
Das Weib erst schreite mit dem Mann ...
Die huebsche Raetin sass im Kreise,
So jung, das Blondhaar schlicht gestraehlt,
Sah vor sich hin und laechelt leise:
"Ich hab' schon einmal - falsch gewaehlt."
Der Rat - er hoert sich gerne reden -
Faehrt fort: er sag' es frank und frei,
Toericht und herzlos nenn' er jeden,
Der hier nicht seiner Ansicht sei.
Gewiss, wenn er die Welt besehe,
Es gaebe Frauen fuer Politik
Recht unbegabt, doch kurze Ehe
Erziehe solch Geschoepf zum Glueck.
Es muesst' der Mann zum Bildner taugen,
Durch Wissenschaft und Ernst gestaehlt ...
Ich lese in der Raetin Augen:
Ich hab' schon einmal falsch gewaehlt.
Und wenn sie rechte Tugend ziere,
Sei ueber Menschheit, Welt und Staat
Des Mannes Ansicht auch die ihre
In allen Dingen, sagt der Rat.
Es widerspraeche guten Sitten
Ein Zank und Streit im eignen Haus.
Er mindstens wuerde sich's verbitten,
Und der Disput sei schleunigst aus.
Das seien Menschen zweiter Klasse,
Die sich zum ew'gen Krieg vermaehlt ...
Die kleine Frau ruehrt in der Tasse:
Ich hab' schon einmal falsch gewaehlt.
Und heimwaerts ging ich mit den Gaesten
Und ueber Mauern, grau und schwer,
Schickt rechts und links von gruenen Aesten
Der Fruehling seine Lockung her.
Da vorn die lauten Leute schwaetzten
Und sahn das Bluehen nicht im Land;
Wir schritten schweigend als die letzten -
Und zitternd hascht' ich ihre Hand.
Doch ihre Finger, ihre kleinen,
Entzog sie laechelnd, schmerzgequaelt,
Mit leisem Gegendruck den meinen:
"Ich hab' schon einmal falsch gewaehlt ..."
Rudolf Presber
Aus der Sammlung Weltfahrt
Свидетельство о публикации №115021300466