Карл Фридрих Хенкель. Свобода

Свобода

Свобода улыбается: "Воспета
ещё одним, пожалуйте, поэтом,
я немудра– не возноси меня
в неволе ночи до начала дня,

чреватым чёрной битвой мирозданьем
пока иду на прю в своём сиянье
по россыпям гвоздик и белых роз–
их молодым –ни терниев, ни розг–
юнцы моя надежда, старики же
летам вдогонку дифирамбы нижут–

роскошные одежды мне простой,
и счастья от меня пождут в застой,

хоть малого... но матушка Нужда
велит терпеть сквозь луны и года–
и слёзы лью страданья міра зря,
а рассмеюсь, когда гори заря.

перевод с немецкого Терджимана Кырымлы
эпилог ;;«Книги Свободы», прим.ред.


Die Freiheit

Die Freiheit laechelte: »In allen Zungen
Von wie viel Dichtern ward ich schonbesungen!
Wie preist ihr unermuedlich meinen Sinn,
Den unvollkommnen – einzig weil ich bin.

Wenn ich durch dieses kampfumhuellte Leben
Des Mantels Sonnenschleier lasse schweben,
Viel weisse Rosen, rote Nelken streue
Von Pfad zu Pfad, dass sich die Jugend freue,
Die Menschheitsjugend, die das Haupt sich schmueckt,
Von solchen Gaben, ach, so gern beglueckt ...

Wie schallen mir aus Lauben und aus Hallen
Gesaenge reich, mir liebend zu gefallen!
Bald brausend tief, bald zart und strahlenfein,
Bald ueberschwenglich wirr, bald sphaerenrein.

Ein Gruss nur im Voruebergehn – da schauen
Voll seliger Sehnsucht mich die Menschen an,
Sie moechten hoffend mir ihr Glueck vertrauen
Und fuehlen, dass ich ihnen helfen kann.

Vielleicht ... ein wenig ... doch Geduld bescheidet
Mir meine gar zu strenge Mutter Not,
Ich muss oft weinen, wie die Menschheit leidet,
Doch darf ich laecheln, spriesst das Morgenrot ...«

Karl Friedrich Henckell (* 17. April 1864 in Hannover; † 30. Juli 1929 in Lindau im Bodensee);
fussnoten
Epilog zum »Buch der Freiheit«


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